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Kommunikation und ihre Störungen in der Schule -
Wahrnehmung, Beratung, Begleitung
Diese StE handelt von ganz gewöhnlichen Vorgängen im weiten Feld der Schulpastoral, an denen jeder teilnimmt: von zwischenmenschlicher Kommunikation. Deshalb gehört Kommunikation zum Kern von Schulpastoral, und zwar Kommunikation in und außerhalb der Schule in alle Richtungen: Lehrer/-innen mit Schüler/-innen (und umgekehrt), Lehrer/-innen mit Lehrer/-innen, Schüler/-innen mit Schüler/-innen - und auch mit anderen Personen, wie Mütter, Väter, Sekretärin, Hausmeister usw., die im Zusammenhang mit Schule bedeutsam werden können.
Den Lernansatz der vorausgehenden StE IV aufgreifend und weiterführend werden dabei zwei Grundanliegen verfolgt: "Verstehbarkeit" und "Wie gehe ich mit mir selbst und mit anderen um?". Um in unterschiedlichen, auch kritischen Situationen verstanden zu werden, wird die Selbstverständlichkeit von Kommunikation in Frage gestellt und auf ihre Bedingungen, Strukturen und Eigenheiten hin bedacht. Neben dem Wissen um Kommunikation ist die Selbstwahrnehmung eigener kommunikativer Vollzüge Ausgangs- und Zielpunkt der Darstellung.
Natürlich ist auch von Formen gestörter Kommunikation zu reden wie vom Umgang damit:
- Es geht um Situationen und Ansprüche, die beratungsähnliche Fähigkeiten und Fertigkeiten im weitesten Sinn erfordern. Wahrnehmung, Beratung und Begleitung sollen angebahnt werden für Schüler/-innen und Lehrer/-innen, die dieser Pastoral im weitesten Sinne notwendig bedürfen; es geht aber auch ganz allgemein um die Förderung einer sozialen Kompetenz, die in der Schule häufig nicht in der nötigen Weise ausgebildet wird.
- Verschiedene "live"-Situationen, die für die Schulpastoral bedeutend sind, werden dargestellt und auf ihre inneren Bedingungen hin deutlich gemacht: Streit, beziehungsförderndes oder -hemmendes Gespräch, Machtkampf, nonverbale Kommunikation, Metakommunikation, informatives und/oder beratendes Gespräch mit verschiedenen Personengruppen.
- Es geht aber auch darum, dieser Tätigkeit Ziele und Grenzen zu setzen, weil dieses Programm nicht zu einer ausgesprochenen Beratertätigkeit qualifizieren kann und möchte. Eine stärkere Sensibilisierung für Probleme und Chancen im Bereich der Kommunikationsbeobachtung, -begleitung und -förderung unter den Bedingungen von Schule ist das Ziel dieser StE. Um es in einem Bildwort zu sagen: "Kommunikation auf Augenhöhe".
- Folge einer erweiterten und sensibilisierten Kommunikation ist die Öffnung der Schule und die Vernetzung segmentierter Lebensbereiche; kommunikativer Unterrichtsstil und -weise schaffen an einer Schule ein anderes Klima; "Gespräche" mit Schülern/-innen gewinnen einen anderen Charakter, die Echtheit und Ganzheit aller am kommunikativen Prozess beteiligten wird gefördert.
Autor: Hermann Nickel / Würzburg
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