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Studieneinheit X

Christinnen und Christen im Dienst in der Schule - Selbstverständnis und Spiritualität

Die abschließende StE X widmet sich der Person, die schulpastorales Engagement entwickeln möchte. Die Anforderungen und Erwartungen an die personale Integrität und Kompetenz sowie an die Spiritualität sind in ihrem Fall besonders hoch. Dagegen können die persönlichen Voraussetzungen, das eigene Selbstverständnis und die entwickelte Spiritualität sehr unterschiedlich sein. Die StE unternimmt daher den Versuch, Leser/-innen bei ihren eigenen Möglichkeiten und Grenzen abzuholen.

In der persönlichen Konturierung wollen die Darlegungen nicht einengen, sondern öffnen, wollen sie dem Eigentlichen des Dienstes von Christinnen und Christen in der Schule, dem Leser/-innen in sich selbst Raum geben wollen, auch eine wahrnehmbare Gestalt nach außen verleihen. Nur so kann mit Anfragen, Neugier, aber auch mit Desinteresse oder Abwehr in der Institution, im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern, aber auch mit den Eltern angemessen umgegangen werden.

Im 1. Teil wird in der Befragung kirchlicher Grundlagendokumente verwiesen

  • auf die Würde der Gläubigen in ihrem allgemeinen Priestertum, auf welchem die ureigene Sendungskompetenz der Christinnen und Christen zur Schulpastoral gründet;
  • auf den Grund unserer Hoffnung, die Handeln, Dienst in der Welt aus dem Glauben zur Herausforderung, ja "Zumutung" werden lässt;
  • auf Problemstellen, die sich auf die Bewältigung von Spannungen und Konfliktlagen in der Schulpastoral hinderlich auswirken können.

Die personale Realisierung des Dienstes von Christinnen und Christen in der Schule steht im Mittelpunkt der Überlegungen des 2. Teils, wobei neben persönlichen Kompetenzen auch Schwierigkeiten nicht ausgeklammert werden, einschließlich der Spannungen, die sich aus unterschiedlichen Erwartungen an die Schulpastoral und aus den persönlichen, oft an die Grenzen der Kraft gehenden Anforderungen ergeben.

Schließlich werden die Leser/-innen im 3. Teil eingeladen, den Grund von Glauben und Dienst in der Welt nochmals konkret im Blick auf ein "Leben aus der Mitte des Glaubens" zu betrachten und persönlich zu buchstabieren: Spiritualität, assoziiert mit Frömmigkeit, geistlichem Leben, Gebet, Glaubenspraxis. Die Arbeit am Selbstbild ist immer wieder eine biographische Herausforderung: Es ist nicht einmal da und unveränderbar gegeben; es darf neue Chancen, muss aber auch Krisen in sich aufnehmen.

Autor: Prof. Dr. Herbert A. Zwergel / Kassel