Sie sind hier:
Home arrow Aktuelles arrow ThiF begrüßt die 30.000ste Grundkurs-Teilnehmerin

ThiF begrüßt die 30.000ste Grundkurs-Teilnehmerin

Man konnte die gespannte Erwartung, die über dem Posteingangsfach von "Theologie im Fernkurs" in den letzten Tagen lag, förmlich spüren: Wann wird die 30.000ste Anmeldung für den Grundkurs eingehen? Wer wird der Jubiläums-Teilnehmer sein? Oder wird es eine Jubiläums-Teilnehmerin?

Foto: Kerstin SiliesDas Geheimnis ist gelüftet - "Theologie im Fernkurs" begrüßt die 30.000ste Grundkurs-Teilnehmerin:

Frau Kerstin Silies aus Emsbüren in der Diözese Osnabrück.

"Theologie im Fernkurs" heißt unsere Jubilarin herzlich willkommen und wünscht ihr zusammen mit all denen, die im April das Studium bei uns aufgenommen haben, eine an Entdeckungen reiche Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben.

Frau Kerstin Silies hat sich uns in einem Schreiben vorgestellt und dabei auch etwas von ihren Beweggründen für dieses Studium bei "Theologie im Fernkurs" verraten:

 

Ich heiße Kerstin Silies, bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 3 und 8 Jahren. Meine Ausbildung zur Erzieherin habe ich 1996 abgeschlossen. Während meiner ersten Berufsjahre machte ich eine berufsbegleitende Ausbildung zur Spielpädagogin. Meine Schwerpunkte in der Kindergartenarbeit waren die religionspädagogische und musikalische Erziehung sowie die begleitende Elternarbeit.

Im März 2009 habe ich meine Anmeldung zum „Würzburger Fernkurs" abgeschickt und bekam vor einigen Tagen einen überraschenden Anruf. Ich hatte schon im letzten Blickpunkt gelesen, dass die 30.000ste Anmeldung erwartet wird und darüber Scherze gemacht. Nun bin ausgerechnet ich diese 30.000ste Fernkurs Studierende.

Die ersten Gedanken, dieses Studium zu machen, hatte ich schon, als ich gerade mit meiner zweiten Tochter schwanger war. Im ersten Jahr der Elternzeit hatte ich dann von dem Projekt „Liedergarten im Bistum Osnabrück" gehört , das in Zusammenarbeit mit dem Chorverband NRW starten sollte. So ließ ich mich 2006 zur Liedergartenleiterin ausbilden und startete in unserer Kirchengemeinde St. Andreas Emsbüren im Februar 2007 mit zunächst 2 Gruppen. Beim „Liedergarten" handelt es sich um Eltern - Kind - Singgruppen mit Kindern im Alter von 18 Monaten bis 4 Jahren. Dieses Projekt will vor allem das Singen in den Familien fördern und die Kinder durch musikalische Erziehung in ihrer Entwicklung stärken. Im Unterschied zu einem ähnlichen Angebot der Musikschulen werden hier auch religiöse Elemente einbezogen. Inzwischen gibt es 8 Liedergartengruppen in unserer Gemeinde. Über dieses Projekt hinaus bin ich auch in anderen Bereichen in unserer Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig.

In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen im kirchlichen Bereich liegt und sehr viel Freude bereitet. Ich bin für viele junge Familien inzwischen zum Ansprechpartner geworden.Ebenso habe ich in den letzten Jahren intensiver über meinen Glauben nachgedacht und gemerkt, dass dieser immer stärker wurde und ich mit einem guten Gottvertrauen schwierige Situationen gut bewältigen kann. Besonders in einer sehr schweren Phase in meinem Leben habe ich mich von Gott getragen gefühlt. Seit dem denke ich oft an die Geschichte „Spuren im Sand" von Margaret Fishback.

Nun bin ich mir nach langer Überlegung und Gesprächen mit Menschen, die mir auf meinem Weg sehr wichtig geworden sind, sicher, dass der Schritt in den Grundkurs von „Theologie im Fernkurs" der richtige ist.

Spuren im Sand

Bild: Spuren im SandEines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war,
blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich
und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

Originalfassung des Gedichts Footprints © 1964 Margaret Fishback Powers.
Deutsche Fassung des Gedichts Spuren im Sand © 1996 Brunnen Verlag, Gießen