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Es sind 89 Einträge im Glossar.
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Begriff Definition
a posterioria posteriori (lat.): "vom Späteren her", aus der Erfahrung, empirisch.
a priori a priori (lat.): "vom Früheren her", aus Verstandesbegriffen, nicht aus der Erfahrung.
AAAA --> Apostolicam Actuositatem
Abba Abba (aram.): familiäre Vateranrede, die Jesus Gott gegenüber gebraucht.
AberglaubeAberglaube: das Vertrauen auf das Wirken oder Vorhandensein über- oder außersinnlicher Vorgänge, Wahrnehmungen, Fähigkeiten, Kräfte bzw. Zusammenhänge. Eine derartige Weltsicht kann magische Handlungen erforderlich erscheinen lassen, von denen der Auszuführende meint, dadurch Einfluss auf die übersinnlichen Mächte zu gewinnen.
AblassAblass: 1. ursprünglich der Nachlass öffentlicher, befristet verhängter Kirchenbuße; 2. der Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon durch die Erlösung in Jesus Christus getilgt sind. Daran sind bestimmte Bedingungen geknüpft wie Beichte, Kommunionempfang, Gebete bzw. gute Werke. Durch die von finanziellen Interessen geleitete Praxis im späten Mittelalter geriet das Ablasswesen in Verruf (Kritik Luthers).
Absolute, dasAbsolute, das (lat. absolutus "beziehungslos, unbedingt"): 1. Philosophie: das ganz aus sich selbst bestehende Sein; 2. eine eher abstrakte, unpersönliche Bezeichnung für Gott oder das Göttliche.
AbsolutheitsanspruchAbsolutheitsanspruch: Anspruch, das Vollkommene zu erreichen; die Wahrheit (allein) gültig zu vertreten.
Absolutheitsanspruch des ChristentumsAbsolutheitsanspruch des Christentums: Da Gott in Jesus Christus das Endliche unbedingt angenommen und sich dem Endlichen selbst mitgeteilt hat, beansprucht das Christentum, unter den Religionen einzigartig, die Erfüllung aller Religionen und innerhalb der Geschichte in keiner Weise überholbar zu sein. Diese Absolutheit gilt nicht von der historisch bedingten und sündigen Kirche in sich selbst, sondern von der Gnade Gottes.
AbsolutionAbsolution (lat. absolvere "loslösen, lossprechen, abtrennen"): Frei-, Lossprechung von Sünden im Rahmen des Bußsakramentes.
Absolutismus Absolutismus (lat.-franz.): alleinige Herrschaft eines unumschränkten Monarchen (z. B. der Absolutismus des französischen "Sonnenkönigs" Louis XIV, der von sich sagte: "L ´état c´ést moi!", "der Staat" (der/das) "bin ich" (allein).
Abt /ÄbtissinAbt /Äbtissin (spätlat. abbas; aram. abba "Vater"): Vorsteher(in) eines (monastischen) Klosters in der katholischen und orthodoxen Kirche mit der geistlichen und die rechtlichen Leitung betraut.
AchtzehngebetAchtzehngebet: Seit dem 1. Jh. zentrales Gebet des Synagogengottesdienstes, das ursprünglich aus 18 einzelnen Segenssprüchen bestand.
ActaActa: Handlungen, Taten, Werke.
Ad GentesAd Gentes (lat. "Zur Völkerwelt") Anfangsworte des "Dekretes über die Missionstätigkeit der Kirche" des Zweiten Vatikanischen Konzils: verkündet am 7. Dezember 1965.
AdoptianerAdoptianer: Anhänger der Lehre, nach der Jesus Christus nicht wirklich Gottes Sohn, sondern nur von Gott adoptiert ist (Paul von Samosata).
AdventAdvent (lat. adventus "Ankunft"): Zeit vom 4. Sonntag vor Weihnachten bis zum Heiligen Abend; Beginn des Kirchenjahres.
AdventistenAdventisten (lat. advenire "ankommen"): auch Sieben-Tage-Adventisten; freikirchliche Erweckungsgemeinde, die der von William Miller (1782 -1849) seit 1831 in den USA verkündigten Endzeitbotschaft entsprang. Als die für 1844 angekündigte Wiederankunft Christi ausblieb, sammelte sich ein Teil um die Visionen der Prophetin G. White (1827-1915). Es gibt rund 5 Mio. Anhänger, in Deutschland ca. 30 000.
Advocatus (diaboli)Advocatus (diaboli): Anwalt (des Teufels), Vertreter der gegnerischen Position.
AGAG --> Ad Gentes
AgapeAgape (griech. "Liebe"): 1. meist im Anschluss an die Eucharistiefeier stattfindendes Mahl in (früh)christlichen Gemeinden (mit Armenspeisung); 2. die Liebe Gottes, die in Christus sichtbar wird, besonders zu den Schwachen, Armen und Sündern; Liebe zu Gott und zum Nächsten; Feindesliebe.
AggiornamentoAggiornamento (ital. "Heutig-Werden"): durch Papst Johannes XXIII. wurde dieser Begriff Ausdruck für das Bemühen der katholischen Kirche, in Lehre und Leben auf Fragen der heutigen Zeit einzugehen.
AgnostizismusAgnostizismus (griech. agnostos "unbekannt", "Lehre vom Nichterkennen"): leugnet die Möglichkeit jeder sicheren Erkenntnis der Existenz Gottes bzw. von Theologie, Metaphysik und übersinnlicher Erkenntnis überhaupt. Er meint insofern Richtiges, als Gott nur dort als Gott erkannt wird, wo er als das unbegreifliche Geheimnis erkannt und geglaubt wird. Agnostizistische Positionen werden in der Philosophie Kants sowie vom Positivismus vertreten.
Agnus DeiAgnus Dei (lat. "Lamm Gottes"): Teil der Messe, der der Austeilung des Leibes Christi unmittelbar vorangeht und aus einem dreimaligen Bittruf besteht ("agnus Dei qui tollis peccata mundi, miserere nobis").
AgraphaAgrapha (griech. "das Ungeschriebene"): Bezeichnung für Herrenworte, die nur außerhalb der biblischen Überlieferung schriftlich bezeugt sind (z.B. im Thomas-Evangelium).
ÄgyptologieÄgyptologie): Wissenschaft von Kultur, Kunst, Geschichte und Sprache des alten Ägyptens.
AhnenkultAhnenkult: bei vielen Völkern, besonders Naturvölkern, Chinesen und Japanern, Gedenken und Ehrung der Ahnen, verbunden mit Opfern, Gebeten und Aufstellen von Ahnenfiguren.
AkzidensAkzidens (lat.): das Zufällige, das Veränderliche; das nicht Wesensnotwendige an einem Begriff oder Ding.
AllegoreseAllegorese (adj. allegorisch): Auslegung in übertragenem Sinn.
AllegorieAllegorie (griech.-lat. "sinnbildliche Darstellung, Gleichnis", von allegoria "das Anderssagen"): anschauliche Darstellung eines abstrakten Begriffes in einem Bild, oft mit Hilfe der Vermenschlichung oder durch bildliche Ausdeutung auch von Details einer Geschichte (in der bildenden Kunst, Literatur).
Allegorischer SinnAllegorischer Sinn (lat. allegoria): einer der vier Schriftsinne nach den Kirchenvätern: Auslegung der Bibel auf den Glauben hin; dogmatische Interpretation.
Alte KircheAlte Kirche: Kirche bzw. Christentum der Antike und Spätantike; die Wissenschaft von der Alten Kirche ist die "Patrologie" oder "Patristik".
AmenAmen (hebr. "fest, zuverlässig"): im AT Zustimmung oder Verwünschung, Formel für den Lobpreis Gottes; im NT auch liturgischer Ruf, Bitte um die Erfüllung von Verheißungen.
Anagogischer Sinn Anagogischer Sinn (lat. anagogia): einer der vier Schriftsinne nach den Kirchenvätern: Auslegung der Bibel auf die Hoffnung hin; eschatologische Interpretation.
AnamneseAnamnese (griech.-lat. "Erinnerung, Gedächtnis"): das In-Worte-Bringen von Vergangenem; das feierliche Gedächtnis der Heilsgeschichte (Schöpfung, Bundesschluss, Leben, Tod und Auferstehung Christi) innerhalb des eucharistischen Hochgebetes aber auch bei anderen sakramentalen Handlungen. Ohne anamnetische Elemente (mindestens eine Schriftlesung) soll keine liturgische Feier stattfinden.
AnastasisAnastasis (griech. "Auferstehung"): in der orthodoxen Kirche Bezeichnung für die Auferstehung Christi; Name für die Grabeskirche in Jerusalem; in der Ikonographie auch als Motiv der Höllenfahrt Christi verbreitet.
AnathemaAnathema (griech.): ursprünglich Weihegeschenk, das der Gottheit überantwortet wird. In der katholischen Kirche seit dem 4. Jh. Bezeichnung für den Bann gegen Ketzer und Irrlehrer mit feierlicher Exkommunikation, der von jeder kirchlichen Gemeinschaft ausschließt. Bannformel: Anathema sit ("er sei verflucht").
anathema sit anathema sit (lat.): der / die sei ausgeschlossen (wörtl. verflucht).
AnbetungAnbetung (lat. adoratio): Verehrung Gottes; in der röm.-kath. Kirche die Verehrung des (vorwiegend in der Monstranz) ausgesetzten Altarsakraments.
AnglikanismusAnglikanismus (lat.): Lehre der Kirche von England.
AnimaAnima (lat.): Seele
AnimismusAnimismus (lat. anima "Seele"): der in fast allen Naturreligionen verbreitete Glaube an Geister und die Beseeltheit der Natur. Den Geistern oder geistigen Kräften in der Natur wird die Fähigkeit zugesprochen, Einfluss auf das Leben der Menschen zu nehmen.
Annalen Annalen (lat. "Jahrbücher", von annus "Jahr"): Kurzfassung des Titels von einem um 116 / 117 n. Chr.. verfassten Werk des römischen Geschichtsschreibers Tacitus, in dem es um Geschehnisse der Jahre 14-68 n. Chr. geht.
AnthropologieAnthropologie (griech.-lat.; adj. anthropologisch): die natur- und geisteswissenschaftliche Lehre vom Menschen.
AnthropomorphismusAnthropomorphismus (griech. "Prägung nach Menschenart"): 1. Verwendung menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen für die Beschreibung nichtmenschlicher Wesen oder Dinge, auch der Wirklichkeit Gottes; 2. menschlicher Zug an nichtmenschlichen Wesen.
AntichristAntichrist (griech.-lat.):(endzeitlicher) Gegenspieler Christi, Teufel (vgl. 1 Joh 2,18); auch: alle von Menschen getragenen widergöttlichen Geschichtsmächte personhaft verstanden.
AntijudaismusAntijudaismus: Haltung, die sich gegen das Judentum richtet.
AntikeAntike (lat. antiquus "alt, altertümlich"): Epoche des Altertums im Mittelmeerraum etwa von 1200 v. Chr. (bzw. 800 v. Chr., je nach Abgrenzung) bis ca. 600 n. Chr.; im engeren Sinn die Geschichte des Hellenismus und des Römischen Reichs.
ÄonÄon (griech.): langer Zeitraum; Weltalter.
ApokalypseApokalypse (griech. "Enthüllung, Offenbarung"): 1. literarische Form bzw. Schrift, die sich bilderreich mit dem kommenden Weltende und dessen Verlauf befasst; 2. die Offenbarung des Johannes: letztes Buch im NT.


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