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| Es sind 47 Einträge im Glossar. |
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| Dämon | Dämon (griech.-lat.; adj. dämonisch):, Teufel; unheimlicher, auf jemanden große Macht ausübender Geist, der den Willen des Betroffenen bestimmt; (seit dem babylonischen Exil) gefallenes Geistwesen (Tobit), dem Satan untergeordnet (bildlich Jes 14,12.; im NT auch unreiner, böser, stummer, tauber Geist, Geist der Krankheit; wirksam als Verderber.
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| Darwinismus | Darwinismus (nlat.): von dem englischen Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) begründete Lehre von der stammesgeschichtlichen Entwicklung durch Mutation und Selektion.
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| Davidsdynastie | Davidsdynastie: mit David beginnendes Herrschergeschlecht.
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| Deduktion | Deduktion (lat.): Ableitung, Herleitung; Ggtl.: Induktion.
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| Definition | Definition (lat.): 1. die unfehlbare, verbindliche Entscheidung über einen Glaubensinhalt; 2. begriffliche Festlegung.
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| Dei Verbum | Dei Verbum (lat. "Gottes Wort") Anfangsworte des "Dekretes über die göttliche Offenbarung" des Zweiten Vatikanischen Konzils; verkündet am 18. November 1965.
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| Deismus | Deismus (lat. deus "Gott"): Gottesauffassung, nach der Gott die Welt schuf, aber keinen weiteren Einfluss mehr auf sie ausübt. Eine Offenbarung Gottes durch Jesus Christus oder ein wirkmächtiges Eingreifen durch Wunder wird abgelehnt. Der Deismus entstand im Zuge der Aufklärung und wurde neben Cherbury auch von Voltaire und Rousseau im Zusammenhang mit der Errichtung einer philosophischen natürlichen Religion vertreten.
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| Dekalog | Dekalog (griech. deka "zehn"): die Zehn Gebote.
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| Dekret | Dekret (lat. decretum): Beschluss, Entscheid.
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| Demiurg | Demiurg (griech.): Schaffender, Handwerker, relig.: Weltschöpfer.
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| Denzinger / Hünermann |
Denzinger / Hünermann: H. Denzinger / P. Hünermann (Hg.), Enchiridion symbolorum, definitionum et declarationum de rebus fidei et morum. Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen (= DH), Freiburg / Basel / Rom / Wien (Herder) 38. Aufl. 1999
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| deontologisch |
deontologisch: die aus der Natur sich ergebende Erklärung für eine Norm oder Pflicht.
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| Depositum fidei | Depositum fidei (lat. "das hinterlegte Glaubensgut"): das der katholischen Kirche anvertraute Glaubensgut (vgl. 1 Tim 6,20); der vollständige Lehrgehalt der christlichen Offenbarung, so wie er nach katholischer Auffassung, durch die apostolische Tradition durch die Kirche weiter gegeben wird.
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| descensus ad inferos | descensus ad inferos (lat.): Abstieg (Christi) zu den Verstorbenen, "Höllenfahrt".
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| Deus absconditus | Deus absconditus (lat.): der verborgene Gott.
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| Deuterojesaja | Deuterojesaja (griech.-hebr.): "Zweiter Jesaja": wissenschaftliche Bezeichnung für einen namentlich nicht bekannten im babylonischen Exil lebenden Propheten, von dem die Texte der Kapitel 40-55 des Jesaja-Buches stammen.
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| deuterokanonisch | deuterokanonisch (griech.): einige auf griechisch verfasste Bücher des AT, die nur in der Septuaginta (LXX) aufgenommen sind (1 und 2 Makk, Jdt, Tob, Weish, Bar, Sir, Teile von Est und Dan).
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| Deuteronomistisches Geschichtswerk | Deuteronomistisches Geschichtswerk: umfasst die alttestamentlichen Bücher Jos, Ri, 1 und 2 Sam, 1 und 2 Kön; in exilischer Zeit zusammengestellt unter Berücksichtigung der Vorschriften des Dtn, das einst wohl - ehe es das letzte Buch des Pentateuch wurde - das Deuteronomistische Geschichtswerk eröffnete.
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| Deuteronomium | Deuteronomium (griech.): das 5. Buch Mose (Abk. Dtn); ursprünglich wohl 1. Buch des "Deuteronomistischen Geschichtswerkes" (atl. Bücher Jos, Ri 1 und 2 Sam, 1 und 2 Kön) und in seiner Urform vermutlich das die Reform Joschijas (621 v. Chr..) begründende Gesetzbuch.
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| DH | DH --> Dignitatis humanae bzw. --> Denzinger / Hünermann
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| Dharma | Dharma: das Leben eines Hindu ist vom Dharma, dem ewigen Weltgesetz, der ewigen Lehre Buddhas bestimmt. Leben bedeutet, diesem Gesetz zu folgen und in ewig gültige Gesetzmäßigkeiten und Regeln eingebunden sein.
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| diabolisch | diabolisch (griech.): wörtlich: (alles) durcheinander werfend; teuflisch.
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| Diachronie | Diachronie (griech.-lat.): Darstellung bzw. Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung einer Sprache, eines Textes (Gegenteil: Synchronie).
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| Diakon | Diakon (griech. "Diener"): Inhaber eines kirchlichen Amtes, direkt dem Bischof zugeordnet mit caritativen und verwaltenden Aufgabenbereichen; im NT Helfer bei den Gemeindeversammlungen (Herrenmahl) und in der Armenfürsorge der Gemeinden (Apg 6,1-7), aber andernorts auch in der Verkündigung und als Amtsträger der Gemeinden; im Frühmittelalter wurde der Diakonat Durchgang zum Priestertum; das II. Vatikanum hat den ständigen Diakonat wieder eingeführt; der Amtsauftrag in Glaubensverkündigung, Liturgie und Diakonie wird je nach Pastoralkonzept verschieden gestaltet.
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| Diakonie / Diakonia / Diakoniai | Diakonie / Diakonia / Diakoniai (griech. "Dienst / Dienste"; adj. diakonisch): unbedingte Forderung Gottes an die Menschen, die in der D. Jesu, in seiner Ganz-Hingabe ihren Ursprung hat. In diesem Sinn ist auch jedes Amt in der Gemeinde D. und Fortsetzung des Dienstes Christi an den Menschen.
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| Diakonisse / Diakonissin | Diakonisse / Diakonissin (griech.-lat.): in der Diakonie (Gemeinden, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kindergärten, Kinderheimen, in der offenen Jugendarbeit u. ä.) tätige, in einer ev.-ref. Schwesterngemeinschaft lebende Frau.
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| dialektisch | dialektisch (griech.): in Gegensätzen denkend.
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| Dialektischer Materialismus | Dialektischer Materialismus: Spielart des Materialismus (einer philosophischen Lehre, die alle Wirklichkeit einschließlich Seele, Geist und Denken auf Kräfte und Bedingungen der Materie zurückführt); sieht die Entwicklung von Natur und Gesellschaft dialektisch bestimmt, d.h. vorangetrieben durch Gegensätzlichkeiten ihrer Zustände (These und Antithese), die auf Ausgleich (Synthese) hindrängen, aus dem wieder neue Gegensätzlichkeiten erwachsen.
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| Diaspora | Diaspora (griech. "Zerstreuung"): 1. Gebiet, in dem die Anhänger eines bestimmten Glaubens die Minderheit bilden; 2. Juden, die als Minderheit verstreut außerhalb Palästinas unter Nichtjuden leben. Große Gemeinden gab es z.B. in Griechenland und in Kleinasien.
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| Dictatus Papae | Dictatus Papae (lat. "Diktat des Papstes"): 27 Sätze Papst Gregors VII. (1073-1085), in denen er die - nach seiner Meinung - Machtvollkommenheiten des Papstes formuliert, u.a. Kaiser abzusetzen, Untertanen vom Treueid gegen den Kaiser zu entbinden, selbst nicht gerichtet werden zu können.
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| dies irae | dies irae (lat.): Tag des Zorns.
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| Dignitatis Humanae | Dignitatis Humanae (lat. "Die Würde der menschlichen Person") Anfangsworte der "Erklärung über die Religionsfreiheit"; verkündet am 7. Dezember 1965.
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| Diözesanpastoralrat | Diözesanpastoralrat: eine den Bischof beratende Versammlung, die sich aus gewählten und berufenen Priestern, Ordensleuten und Vertretern des Diözesanrates zusammensetzt.
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| Diözesanrat | Diözesanrat: Gremium von Laien, die dem Pfarrgemeinderat oder katholischen Verbänden angehören und für die Vertretung der Laien im gesellschaftlichen Raum verantwortlich sind.
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| Diözese / Bistum | Diözese / Bistum (griech. dioikesis): eine einem Bischof unterstellte Ortskirche, meist nach dem Bischofssitz benannt (z.B. Würzburg).
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| direkte Christologie | direkte Christologie: (ntl.) Lehre von Christus, die direkt und ausdrücklich - z.B. in Titeln wie "Messias" und "Sohn Gottes" - sagt, als wer er im Glauben erkannt wird.
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| Disputation | Disputation: wissenschaftliches Streitgespräch.
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| Dogma | Dogma (griech.-lat.; Plur. Dogmen): 1. Glaubenssatz, den die Kirche ausdrücklich durch das kirchliche Lehramt als von Gott geoffenbart so verkündet, dass seine Leugnung Häresie ist. Entscheidend ist die ausdrückliche Vorlage des Satzes als einer geoffenbarten Wahrheit durch die Kirche bzw. die Zugehörigkeit des Satzes zur göttlichen Offenbarung und somit sein Enthaltensein im Wort Gottes. 2. starrer Lehrsatz.
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| Dogmatik | Dogmatik (griech.-lat.; adj. dogmatisch): die wissenschaftliche Darstellung der Glaubenslehre der Kirche.
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| Dogmengeschichte | Dogmengeschichte: Teilgebiet der Dogmatik, das sich mit der geschichtlichen Entwicklung der kirchlichen Glaubenslehre befasst.
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| Doketismus | Doketismus (von griech. dokein "scheinen"): gnostische Lehre, nach der Christus nicht wirklich Mensch geworden ist, sondern bei der Inkarnation nur in einen Schein-Leib angezogen hat; der ewige Logos könne keine Stofflichkeit haben, weil Materie schlecht sei; daher sei er auch nicht am Kreuz gestorben.
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| Doktrin | Doktrin (lat.): etwas, was als Grundsatz, programmatische Festlegung gilt.
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| Doxologie | Doxologie (griech.): Lobpreis der Herrlichkeit Gottes, meist Teil eines Hymnus; in trinitarischer Form z.B. am Ende eines Psalms ("Ehre sei dem Vater..") oder des eucharistischen Hochgebets ("Durch ihn, mit ihm..").
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| Drama | Drama (griech.-lat. "Handlung, Geschehen"): ernstes Schauspiel mit spannungsreichem Geschehen.
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| Dualismus | Dualismus (lat.; adj. Dualistisch): 1. philosophisch-religiöse Lehre, nach der es zwei voneinander unabhängige und sich (gleichrangig) gegenüberstehende ursprüngliche Prinzipien im Weltgeschehen gibt, z.B. Gott - Welt (Teufel); Leib - Seele; Geist - Stoff; Licht Dunkel; 2. Gegensätzlichkeit zweier Kräfte.
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| DV | DV --> Dei Verbum
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| Dynamismus | Dynamismus (griech.): 1. zuerst von Leibniz formulierter philosophischer Ansatz, der alles Sein auf Kräfte und alles Geschehen auf die Wechselwirkung von Kräften zurückführt; 2. ausgeprägte Machtauffassung (Geister und Ahnen) einiger Naturvölker, die Magie und Fetischismus zugrunde liegt; 3. Dynamik, Schwung.
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