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| Es sind 62 Einträge im Glossar. |
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| ecclesia semper reformanda | ecclesia semper reformanda (lat. "die immer der Reform bedürftige Kirche"): Nach Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils ist die Kirche "stets der Reinigung bedürftig", weil sie "aus menschlichem und göttlichem Element zusammenwächst" und deshalb "Sünder in ihrem eigenen Schoße" (LG 8) umfasst.
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| Ehe | Ehe (mhdt. ewe "Gesetz"): eine Lebensgemeinschaft von Mann und Frau, die von der Gesellschaft (Zivilehe) und bzw. oder der Kirche (kirchlich geschlossene Ehe) anerkannt ist. Weil im NT die Ehe Bild für die Verbindung Christi mit der Kirche ist (vgl. Eph 5,25), ist nach kath. Lehre die Ehe unauflöslich.
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| Eigenkirchenwesen | Eigenkirchenwesen: mittelalterliche Praxis, nach der einem Grundbesitzer die auf seinem Grund und Boden stehende Kirche als Eigentum gehören konnte. Er verfügte über ihre Einnahmen, hatte die volle geistliche Leitungsgewalt, konnte einen Priester dafür bestellen und musste ihn unterhalten; von den deutschen Königen auch auf die Reichskirche als "Eigenkirchenrecht" ausgedehnt (Investitur von Bischöfen und Äbten).
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| Einsetzungsbericht | Einsetzungsbericht: Worte, die Jesus beim Letzten Abendmahl über Brot und Wein sprach (1 Kor 11,23-25; Mt 26,26-28); ritueller wesentlicher Bestandteil der Vergegenwärtigung des Erlösungsgeschehen in der Feier der Eucharistie.
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| Ekklesia | Ekklesia (griech.): 1. ursprünglich Volksversammlung in politischem Sinn; 2. theologisch: schon im griech. AT (oft in Verbindung mit dem Gottesnamen), besonders aber im NT: Gemeinde Gottes, Kirche.
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| Ekklesiologie | Ekklesiologie (griech.): (theologische) Lehre von der Kirche; Teilgebiet der Dogmatik.
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| Ekstase | Ekstase (griech. ékstasis "Aussichherausgetretensein"): 1. Außersichgeraten, Verzückung, rauschhafter Zustand; 2. Zustandsveränderung des Bewusstseins zu gleichermaßen höchster Hingabe und höchstem Aufnahmevermögen.
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| Elohist | Elohist: Quellenschrift des Pentateuch (der "Fünf Bücher Mose")bzw. (namentlich nicht bekannter) atl. Schriftsteller, der diese Quellenschrift zusammenstellte.
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| Elohistisches Geschichtswerk | Elohistisches Geschichtswerk: Quellenschrift des Pentateuch.
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| Endgericht | Endgericht: --> Jüngstes Gericht.
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| Endogamie |
Endogamie (von griech. endo "innen", gamos "Hochzeit"): Heiratsordnung, nach der nur innerhalb eines bestimmten sozialen Verbandes (z. B. Stamm eines Naturvolkes, Kaste) geheiratet werden darf.
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| Endredaktor | Endredaktor (dt.-lat.): letzter Redaktor, (biblischer) Schriftsteller, der einen aus mehreren Quellen entstandenen Text in seine endgültige Gestalt bringt.
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| Endzeit | Endzeit: Zeit in der das "Jüngste Gericht" mit der Auferweckung der Toten erfolgen soll.
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| Engel | Engel (griech. angelos "Bote"): von Gott geschaffene personale unsterbliche Geistwesen mit Verstand und freiem Wille begabt; zum Lobpreis stehen sie vor Gottes Thron (vgl. Mt 18,10), als Boten verkünden sie seinen Willen (vgl. z.B. Ri 13); sie stehenim Dienst Christi und seiner Jünger (Mt 4,11, Apg 5,19).
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| entmythisieren | entmythisieren: loslösen von Anschauungen, die im Mythos Ausdruck finden.
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| Enuma Elisch | Enuma Elisch (babylon. "als droben"): nach ihren Anfangsworten benannte babylonische Schöpfungserzählung in Versen.
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| Enzyklika | Enzyklika (griech. enkyklios "im Umkreis", "im Kreis laufend"): päpstliches Rundschreiben an die Bischöfe, Priester und Gläubige. Enzykliken werden wie Konzilsdokumente mit den ersten zwei oder drei Anfangsworten des ersten Satzes zitiert.
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| Eparchie | Eparchie (griech.): 1. Amt und Amtsbereich eines Eparchen; byzantinische Provinz; 2. Diözese der Ostkirche; 3. kirchliche und kommunalpolitische Verwaltungseinheit im heutigen Griechenland.
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| Epikie | Epikie: (griech. "Angemessenheit, Nachsichtigkeit"): bezeichnet in der Moraltheologie eigenverantwortlicher Umgang mit einer Gesetzesvorschrift, wenn diese in einer bestimmten Situation als nicht verpflichtend (oder auch strenger verpflichtend) erkannt werden kann.
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| Epiklese | Epiklese (griech. epikaleo "ich rufe an, herbei"): Herabrufung des Heiligen Geistes auf Brot und Wein zur Wandlung in Leib und Blut Christi in der Eucharistiefeier; in der orthodoxen Kirche Anrufung des Heiligen Geistes.
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| Epilog | Epilog (griech. epilogos): Nachwort, Nachrede.
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| Epiphanie | Epiphanie (griech. "Erscheinung, Auf-scheinung"): 1. geschichtlich greifbares Erscheinen des persönlichen Gottes in der Welt, mit Auftrag für die Gemeinschaft, nicht als Privatoffenbarung ; 2. Fest der "Erscheinung des Herrn" am 6. Januar, Dreikönigsfest.
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| Episkop | Episkop (griech. episkopos "Vorsteher, Aufseher, Wächter", "Bischof"; episkeptomai "beobachten, beaufsichtigen, besuchen"): Amtsträger in manchen frühchristlichen Gemeinden; im 2. Jh. n. Chr.. war daraus der Vorläufer des heutigen Bischofsamtes geworden; "Bischof" ist ein Lehnwort von Episkop.
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| Episkopalismus | Episkopalismus (griech. episkopos "Vorsteher, Aufseher, Wächter", "Bischof"): kirchenrechtlicher Ansatz, der dem Papst ein Konzil als Kontrollinstanz überordnen möchte; Gegensatz: Papalismus und Kurialismus.
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| Episkopalkirche | Episkopalkirche: 1. nicht katholische Kirche mit Bischöfen als Oberhäuptern, deren letzte Autorität mit der apostolischen Sukzession begründet wird (anglikanische, orthodoxe Kirche); 2. jede nicht katholische Kirche unter bischöflicher Leitung (z.B. lutherische Landeskirchen).
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| Episkopat | Episkopat (griech. episkopos "Vorsteher, Aufseher, Wächter", "Bischof"): 1. Gesamtheit der Bischöfe (eines Landes, der Kirche); 2. Amt und Würde eines Bischofs.
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| Epistel | Epistel (griech.-lat.): Sendschreiben, Rundbrief, Abhandlung usw. in Briefform (Apostelbrief im NT).
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| Epos | Epos (griech.): breit angelegte dichterische Erzählung in gleichartig gebauten Versen.
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| Erbsünde | Erbsünde: verkehrter, "sündiger" Zustand (Sündenverflochtenheit, Ungerechtigkeit, Mangel an Liebe),in den alle Menschen aufgrund der persönlichen Sünden vorausgehender Menschen seit Beginn der Menschheitsgeschichte (Adam) hineingeboren werden.
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| Eremit | Eremit (griech.-lat.): Einsiedler.
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| Eros | Eros (griech.): 1. Mythologie: griech. Gott der sinnlichen Liebe; 2. die der geschlechtlichen Liebe zugrunde liegende sinnlich-ästhetische Anziehungskraft; 3. philosophischer Erkenntnisdrang, geistig-kreative Tätigkeit.
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| Erzmärtyrer | Erzmärtyrer (griech. martys "Zeuge"): "besonderer" Märtyrer; Bezeichnung für Stephanus, der der erste Märtyrer der Kirche war (Apg 7,54-60).
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| Eschata | Eschata (griech.): die letzten (Dinge, Ereignisse).
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| Eschatologie | Eschatologie (griech.; adj. eschatologisch): Lehre von den letzten Dingen: von Bestimmung und Vollendung des Menschen und der Welt, von Gericht, vom Ende der Zeit und endgültigem Heil; Teilgebiet der Dogmatik.
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| Esoterik | Esoterik (altgriech. esōterikós "innerlich"): Welterkenntnis und Geisteshaltung mit daraus sich ergebender Praxis, die nur für Eingeweihte bestimmt und verständlich ist; Erstreben einer besonderen, höheren Erkenntnis (okkult-astrologisch-teilreligiöse Geheimlehre), die nur bestimmten spirituell entwickelten Personen zugänglich ist; Ziel ist die angeblich allen Religionen gemeinsame ursprüngliche mystische Einheit mit dem Kosmos.
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| Essener | Essener: eine Art Mönchssekte, die der Qumran-Gemeinde angehörte und durch Handschriftenfunde vom Toten Meer bekannt wurde. Sie erwartete in naher Zukunft Gottes Heil in einem erneuerten Kosmos.
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| Ethik | Ethik(griech.-lat.; adj. ethisch): alle Bereiche des Lebens berücksichtigende Sittlichkeitslehre.
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| Eucharistie | Eucharistie (griech. eu "gut", charis "Geschenk"; "Danksagung"): 1. ursprünglich die Danksagung dessen, der beschenkt ist; 2. katholische Kultfeier der heiligen Messe. Sie gründet im Abendmahl Jesu, dessen Hingabe in Tod und Auferstehung sie vergegenwärtigt. Die Feier folgt dem Auftrag Jesu und beruht auf der Legitimation "Tut dies zu meinem Gedächtnis"; 3. Sakrament des Leibes und Blutes Christi.
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| Eulogie |
1. Segensspruch, Weihegebet. 2. in der ostkirchlichen Liturgie das nicht konsekrierte Brot, das als Segensbrot im Anschluss an den Gottesdienst verteilt wird.
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| Euthanasie | Euthanasie (griech. "leichter Tod"): 1. Erleichterung des Sterbens, bes. durch Schmerzlinderung; 2. beabsichtigte Herbeiführung des Todes bei unheilbar Kranken durch Anwendung von Medikamenten.
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| ev. | ev. --> evangelisch.
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| ev.-luth. | ev.-luth. --> evangelisch-lutherisch.
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| ev.-ref. | ev.-ref. --> evangelisch-reformiert.
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| evangelisch | evangelisch (griech.): 1. sich auf das Evangelium berufend, es betreffend; 2. protestantisch.
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| evangelisch-lutherisch | evangelisch-lutherisch: protestantische Glaubensgemeinschaft, die sich v.a. nach der Theologie Martin Luthers (1483-1546) richtet.
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| evangelisch-reformiert | evangelisch-reformiert: protestantische Glaubensgemeinschaft, die v.a. durch die Theologie der Reformatoren Ulrich Zwingli (1484-1531. und Johannes Calvin (1509-64) geprägt wurde.
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| evangelische Räte | evangelische Räte: die drei Ratschläge Jesu zu einem vollkommenem Leben verwirklicht in Armut, Keuschheit und Gehorsam (vgl. Mt 19,12.21); sie sind Grundlage der Mönchsgelübde.
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| Evangelium | Evangelium (griech.-lat. euangelion "gute Botschaft"): 1. die Frohe Botschaft Jesu Christi, die nach Jesu Tod und Auferstehung von der Kirche weiter getragen wird; 2. eines der ersten vier Bücher des Neuen Testaments über das Leben und Wirken Jesu; eigene Literaturgattung 3. liturgischer Leseabschnitt.
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| ex cathedra | ex cathedra (griech.-lat. "vom päpstlichen (Lehr-)Stuhl"): 1. verbindliche und unfehlbare Lehrentscheidung des Papstes in Sachen des Glaubens und der Sitten; 2. etwas nicht Anzweifelbares, das von maßgebender Seite kommt.
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| ex opere operato | ex opere operato (lat. wörtl. "aufgrund des vollzogenen Werkes"): Begriff in der katholischen Theologie für die aus sich heraus wirkenden Sakramente; ihre Wirksamkeit hängt nicht am Glauben oder der sittlichen Lebensführung des Spenders (oder Empfängers), vielmehr am Heilshandeln Christi selbst.
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