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| Es sind 64 Einträge im Glossar. |
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| Magie | Magie (pers.-griech.-lat.): Zauberkunst, die sich übersinnliche Kräfte dienstbar zu machen sucht (in vielen Religionen); Zauberkraft, Zauber.
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| Magier | Magier (pers.-griech.-lat.): Wahrsager, Zauber(priester); (berufsmäßiger) Zauberkünstler.
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| Mahayana | Mahayana: Eine Richtung des Buddhismus, die auch als "großes Fahrzeug" bezeichnet wird und die weniger streng ist als der Hinayana. Neben Meditation als Weg der Erlösung tritt das große Gebot des Mitleids mit allen Lebewesen. Reich geschmückte Tempel und prachtvolle Gottesdienste machen sichtbar, dass es sich beim Mahayana um eine volkstümliche, weil anschaulichere buddhistische Glaubensrichtung handelt.
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| Mailänder Edikt | Mailänder Edikt: Erlass des römischen Kaisers Konstantin im Februar 313, durch den das Christentum mit den anderen Religionen des römischen Reiches gleichberechtigt wurde.
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| Makkabäer (adj. makkabäisch) | Makkabäer (adj. makkabäisch): Führer im Freiheitskampf der Juden gegen syrisch-hellenistische Fremdherrscher im 2. Jh. v. Chr..
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| Mammon | Mammon: (aram.-griech.-lat.): (abschätzig) Reichtum, (gierig erstrebtes) Vermögen, Geld.
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| Manichäismus | Manichäismus: von dem Babylonier Mani Mitte des 3. Jh. gegründete Heilslehre; entspricht einer Form der Gnosis, die auf radikalem Dualismus beruht; danach ist die Seele der Menschen in die Körper gebannt und vermag sich daraus nicht zu befreien: die Annahme der Heilsbotschaft des Mani verheißt die Rückkehr der Seele in das Lichtreich der Vernunft. Heil liegt danach im Bewußtwerden seiner selbst, verbunden mit radikaler Enthaltsamkeit. Wer die Religion unvollkommen ausübt, verfällt der Wiedergeburt. Der Manichäismus breitete sich in Zentral- und Ostasien aus und ging im 14. Jh., unter. Augustinus gehörte neun Jahre lang der Gemeinschaft an.
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| Manismus | Manismus (lat.): Ahnenkult; Theorie, nach welcher Religion ihren Ursprung im Totenkult hat.
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| Manna | Manna (hebr.): 1. geniesbarer süßer Rindensaft verschiedener Bäume, z.B. der Mannaesche; 2. sekrethafte Ausscheidung bestimmter Insekten (Mannaschildlaus); 3. in der Wüste von Gott gegebene Nahrung für die Israeliten nach dem Exodus aus Ägypten (vgl. Ex 16,31); 4. eine wundersam erhaltene Nahrung.
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| Maranatha | Maranatha (aram. "unser Herr, komm"! (1 Kor 16, 22): liturgischer Bekenntnisruf der urchristlichen Gemeinde.
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| Mariologie | Mariologie: Lehre von der Mutter Jesu als personaler Vollverwirklichung der Erlösungstat Gottes in Christus; Teilgebiet der Dogmatik.
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| Martin Luther | Martin Luther: Reformator (1483 -1546); geb. in Eisleben; Priester des Augustinereremitenordens; 31. Oktober 1517 Veröffentlichung seiner 95 Thesen; 1521 von Papst Leo X. exkommuniziert.
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| Märtyrer | Märtyrer (griech. martys "Zeuge"): ursprünglich Blutzeuge des christlichen Glaubens, später allg. Bezeichnung für jemanden, der wegen seines Glaubens oder seiner (politischen) Überzeugung Verfolgung oder Tod erlitten hat.
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| Märtyrerakte | Märtyrerakte: Schriftstück, Urkunde über einen Märtyrer (Blutzeugen).
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| Martyria | Martyria (griech. martys "Zeuge"): den Glauben bezeugen, Zeugnis, Verkündigung und Verbreitung des Evangeliums; einer der vier Grundvollzüge der Kirche.
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| Martyrium | Martyrium (griech.-lat.): Opfertod, schweres Leiden um des Glaubens oder der Überzeugung willen.
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| Martyrologium | Martyrologium (griech.-mlat.): entstanden seit dem 3. Jh. aus dem liturgischen Kalender mit Angaben der Lebensverhältnisse und des Todestages der Märtyrer. Seit der Zeit Karls des Großen wurden zahlreiche Martyrologien zusammengestellt, seit 1584 das amtliche röm.-kath. Martyrologium Romanum.
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| Marxismus | Marxismus (adj. marxistisch): das von Karl Marx (1818-1883) u.a. entwickelte System von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aussagen, das auf dem historischen und dialektischen Materialismus und dem wissenschaftlichen Sozialismus fußt und (über revolutionäre Prozesse) den Weg zu einer klassenlosen Gesellschaft weisen will.
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| Marxist | Marxist: Vertreter, Anhänger des Marxismus.
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| Materialismus | Materialismus (lat.): philosophische Lehre, die die ganze Wirklichkeit (einschließlich Seele, Geist und Denken) auf Kräfte und Bedingungen der Materie zurückführt.
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| Materie | Materie (lat.): Stoff; Substanz; rein Stoffliches, Greifbares; Urstoff.
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| Meditation | Meditation (lat.): 1. Nachdenken, sinnende Betrachtung; 2. kontemplative, beschauliche Versenkung; geistig-religiöse Übung, die zur Erfahrung des innersten Selbst bzw. Gott führen soll; sie kann echtes religiöses Mittel sein, ist aber nicht selber an sich das Heil.
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| Memorare | Memorare (lat. "gedenke"): lateinischer Beginn eines Gebetes zu Maria, das dem hl. Bernhard von Clairvaux (1091-1153. zugeschrieben wird.
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| Mendikant | Mendikant (lat. mendicare "betteln"): Bettelmönch.
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| Mennoniten | Mennoniten: (Alttäufer) Mitglieder einer durch die Lehren von Menno Simons (1496 - 1561) geprägten christlichen Freikirche; Merkmale sind die Erwachsenentaufe, Eides- und Kriegsdienstverweigerung; von Deutschland aus Verbreitung seit 1683 in Amerika, ab 1789 in Russland.
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| Mensch | Mensch: für die Antike besteht der Mensch aus Fleisch bzw. Leib (sarx), Seele (psyche) und Geist (nous). Dieser bestimmt die Individualität des Menschen. Das Dreierschema tendiert zum Zweierschema: der Mensch als Geist und beseelter Leib.
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| Menschensohn | Menschensohn: Christologischer Hoheitstitel übernommen aus der jüdisch-apokalyptischen Tradition (Dan 7,13f.). Er wird von Jesus als Selbstaussage und Selbstbezeichnung gebraucht und meint damit eine Richter- und Heilsgestalt der Endzeit, mit der Jesus sich identifiziert.
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| Mentor | Mentor (griech.): im griech. Mythos Freund und Berater des Odysseus und Lehrer des Telemach. Heute Bezeichnung für einen väterlichen Freund, Berater, Ratgeber, auch für Betreuer von angehenden Lehrern bei ihrem Berufspraktikum.
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| Messianismus | Messianismus (hebr.): Erwartung eines gottgesandten oder göttlichen Erlösers (Messias), besonders bei den atl. Propheten; seit dem babylonischen Exil z. T. auch politisch bestimmt.
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| Messias | Messias (hebr. maschiach, griech. Christos "der Gesalbte" ; adj. messianisch): Titel für den von vielen Juden erwarteten Gesandten Gottes, der die Gottesherrschaft errichten soll; Christen sehen in Jesus von Nazaret den Messias.
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| Metanoia | Metanoia (griech.): Umkehr, Buße, Änderung des eigenen Lebens; Hinkehr zu Gott in allen geistigen und praktischen Dimensionen.
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| Metapher | Metapher (griech.): Wort mit übertragener Bedeutung; bildhafte Wendung.
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| Metaphysik | Metaphysik (griech. "nach der Physik"; adj. metaphysisch): philosophische Disziplin, die sich mit dem den sinnlich wahrnehmbaren Dingen zu Grunde liegenden "wahren" Sein, dem Seienden als solchem auseinander setzt. Je nach dem Objekt der Betrachtung sind ihre Teilgebiete Ontologie (Lehre vom Sein als solchem), Kosmologie (Lehre vom Wesen der Welt), Theologie (Lehre von Gott) und Anthropologie (Lehre vom Menschen).
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| metaphysisch | metaphysisch (griech.): jede mögliche Erfahrung überschreitend.
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| Methodisten | Methodisten: Mitglieder einer von dem anglikanischen Geistlichen John Wesley (1703-1791) begründeten christlichen Freikirche.
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| Metropolit | Metropolit (griech.): 1. katholischer Erzbischof; 2. in den Ostkirchen ursprünglich Bischof der Provinzhauptstadt (Metropole), heute Titel des leitenden Bischofs einer Kirchenprovinz.
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| Midrasch | Midrasch (hebr. von darasch "suchen, erforschen"): Auslegung der Schrift.
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| Mirakel | Mirakel (lat.): 1. Wunder, Wundertat; 2. auch: Mirakelspiel; geistliches Drama im Mittelalter über die Wundertaten Mariens und der Heiligen.
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| missio canonica | missio canonica (lat.): kirchliche Sendung, Ermächtigung zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht.
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| Mission | Mission (lat. "Sendung"; adj. missionarisch): Aussendung von christlichen Lehrern (Missionaren) zur Verbreitung des Glaubens unter Nichtchristen (vgl. Mt 28,19-20). Sie begann mit den Aposteln und fand nach Christianisierung des Römischen Reiches besonders bei den germanischen, keltischen und slawischen Völkern statt; seit dem 16. Jh. auch in außereuropäischen Ländern.
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| Mittelalter | Mittelalter: Epoche in der europäischen Geschichte zwischen Antike und Neuzeit (5.-15. Jh.); Kennzeichen sind u.a. eine nach Ständen geordnete Gesellschaft und die christliche Prägung der Kunst, Literatur, Wissenschaft.
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| Modalismus | Modalismus (lat. modus "die Weise"): dem Monarchianismus zugehörige Lehre über die Dreifaltigkeit, nach der Gott nur und ausschließlich hinsichtlich seiner Wirkweisen nach außen (Schöpfung, Menschwerdung, Heiligung) dreifaltig ist, nicht aber in sich selbst; damit ist Christus lediglich eine Erscheinungsform Gottes.
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| Modernismus | Modernismus (lat.): Sammelbezeichnung für unterschiedliche Versuche im 19. / 20. Jh., einen Ausgleich zwischen katholischem Glauben und modernem Denken herbeizuführen. Der M. wurde (auch in Verkennung seiner richtigen Absichten und Ansätze) durch Pius X. 1907 verurteilt.
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| Monarchianismus | Monarchianismus (von griech. monos „einzig; allein" und árchein „herrschen"): Lehre im Urchristentum, die die Dreifaltigkeit Gottes leugnet und Jesus als Prophet erklärt, der von Gott als Sohn adoptiert wurde.
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| Monogamie | Monogamie (griech.): Einehe, sexuelle Beziehung zu nur einem Partner. Gegensatz: Polygamie.
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| Monogenismus | Monogenismus (griech.): 1. Theorie, die jede existierende Lebensform von einer gemeinsamen Stammform herleitet; 2. Lehre in der kath. Theologie, alle Menschen stammten von Adam ab; Gegensatz: Polygenismus.
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| Monophysitismus |
Monophysitismus (griech. monos "einzig" und physis "Natur"; "Lehre von einer einzigen Natur"): Die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi verschmelzen/vermischen sich bei der Inkarnation miteinander, so dass bei Jesus Christus nach der Inkarnation nur von einer einzigen (der göttlichen) Natur gesprochen werden kann, die vom Subjekt des göttlichen Logos getragen und beseelt ist. Der Logos ersetzt die menschliche Seele bzw. Vernunft, so dass die menschliche Natur faktisch nicht mehr existiert. Diese Meinung kam in der Mitte des 5. Jh. auf und wurde auf dem Konzil von Chalcedon 451 verurteilt.
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| Monotheismus | Monotheismus (griech.): Anerkennung und Verehrung eines einzigen Gottes unter gleichzeitiger Ausschließung all jener Wesen, die im Polytheismus verehrt werden. Monotheistische Religionen sind das Judentum, das Christentum und der Islam.
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| Monotheletismus | Frühchristliche Irrlehre, die in Christus zwei unvereinigte Naturen, aber nur einen gottmenschlichen Willen wirksam glaubte.
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| Montanisten | Montanisten: von dem Ekstatiker Montanus in Kleinasien im 2. Jh. n. Chr. begründete christliche, sittenstrenge Glaubensgemeinschaft; Lehre der baldigen Wiederkehr Christi und damit einhergehende Schaffung des Tausendjährigen Reiches; Die kirchliche Hierarchie sollte zugunsten des charismatischen Prophetentums zurückgedrängt werden; bedeutsamer Vertreter im Westen: Tertullian; der Montanismus war in Kleinasien, Nordafrika, Gallien und Italien verbreitet; die Bewegung verebbte, als die Voraussagen sich nicht erfüllten.
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