| Monophysitismus |
Monophysitismus (griech. monos "einzig" und physis "Natur"; "Lehre von einer einzigen Natur"): Die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi verschmelzen/vermischen sich bei der Inkarnation miteinander, so dass bei Jesus Christus nach der Inkarnation nur von einer einzigen (der göttlichen) Natur gesprochen werden kann, die vom Subjekt des göttlichen Logos getragen und beseelt ist. Der Logos ersetzt die menschliche Seele bzw. Vernunft, so dass die menschliche Natur faktisch nicht mehr existiert. Diese Meinung kam in der Mitte des 5. Jh. auf und wurde auf dem Konzil von Chalcedon 451 verurteilt.
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