Sie sind hier:
Home arrow Wörterbuch

Wörterbuch Theologie

Benutzerhinweise für das Wörterbuch Theologie

Über einen fehlenden Eintrag können Sie uns hier benachrichtigen

 


Sie können nach Einträgen suchen.


beginnt mit enthält entspricht genau

Alle | | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Y | Z

R
Es sind 37 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
RabbiRabbi (hebr. "mein Lehrer"; Plur. Rabbinen; adj. rabbinisch): Anrede und Ehrentitel für (jüdische) Lehrer; Schriftgelehrter.
RatioRatio (lat.): Verstand, Vernunft, diskursives Denken.
RationalismusRationalismus: (lat. Ratio "Vernunft, Verstand"): Geisteshaltung, die das vernünftige Denken als einzige Erkenntnisquelle ansieht.
RealpräsenzRealpräsenz (lat.): die wirkliche, bleibende Gegenwart Christi im eucharistischen Brot und Wein; evangelisch-reformatorischer Lehre nach ist die Gegenwart auf die Dauer der Abendmahlshandlung begrenzt; von den einzelnen Konfessionen verschieden ausgelegt doch für die katholische und orthodoxe Kirche in ökumenischer Hinsicht unaufgebbare Lehre.
RealsymbolRealsymbol: Es bezeichnet - im Gegensatz zum Vertretungssymbol - die gemeinte Sache, weil sie in ihm da ist, z.B. der Leib als Realsymbol des Menschen.
RechtfertigungRechtfertigung: die auf dem Erlösungstod Christi beruhende gnadenhafte Versöhnung des sündigen Menschen mit Gott; in der katholischen Kirche vor allem als sakramentale Gewinnung der heiligmachenden Gnade, während die protestantische Lehre betont, dass Rechtfertigung nur aus dem Glauben geschieht. Die Unterschiede in der Rechtfertigungslehre waren ein Kernpunkt der Reformation.
redaktionellredaktionell (lat.-franz.): die Redaktion, die Bearbeitung eines Textes betreffend.
RedaktorRedaktor (lat.): biblischer Schriftsteller, der z.B. an der Zusammenarbeitung der verschiedenen Quellen der Königsbücher, der 5 Bücher Mose (des Pentateuch) o.ä. mitgewirkt hat; der "Verfasser" eines Evangeliums, der die bereits existierenden verschiedenartigen Jesus- und Gemeindeüberlieferungen und -texte auswählt, verknüpft, akzentuiert und in seiner Sichtweise zum Sammelwerk "Evangelium" zusammengefügt hat.
RedekompositionRedekomposition: künstlerischer Aufbau einer Rede.
Reden-Quelle QReden-Quelle Q (auch: Spruchquelle, Spruchevangelium): nicht erhaltene, von dem meisten Forschern aber angenommene Zusammenstellung von Jesusworten, die Mt und Lk als zweite Quelle neben Mk bei der Abfassung ihrer Evangelien benutzten; auch "Logienquelle" oder "Spruchquelle" genannt.
ReflexionszitatReflexionszitat (lat.): Rückgriff auf das AT (im NT, bes. im Mt-Evangelium) zur Deutung christlicher Glaubensaussagen im Licht des AT mit dem Ziel, das, was dort verheißen ist, nun als erfüllt aufzuweisen.
ReformationReformation (lat. "Wiederherstellung"): 1. Versuch der Erneuerung einer religiösen Gemeinschaft durch Rückgriff auf ihre Ursprünge; 2. die besonders durch Martin Luther ausgelöste kirchliche Reform- und Protestbewegung des 16. Jh., die zur Bildung der sog. "reformatorischen" Kirchen und zu einer Kirchenspaltung geführt hat.
ReformatorenReformatoren (lat.): Die führenden "Köpfe" der Reformation des 16. Jh., Luther, Zwingli, Calvin u.a.
Reformierte KirchenReformierte Kirchen: von Zwingli und Calvin begründete Schweizer Kirchengemeinschaften, die sich vom Luthertum abgrenzten. Nach Zwinglis Tod 1531 legte Calvin die neue Lehre gegenüber dem lutherischen Bekenntnis fest und sicherte sie durch straffe Organisation. Nach ihrer Ausbreitung auch in Deutschland kam es zur Spaltung (Calvinisten, Puritaner, Presbyterianer u. a.). Gottesdienst und Kirchen sind schlicht. Seit 1921 sind diese Kirchen im "Reformierten Weltbund" zusammengeschlossen.
regressus in infinitum regressus in infinitum (lat.): Rückgang ins Unendliche (im Verfolgen einer Kausalkette).


Reich GottesReich Gottes: Zentralbegriff der Verkündigung Jesu; die mit dem Kommen Jesu angebrochene, sich mit seiner Wiederkunft vollendende Ordnung des menschlichen Zusammenlebens in Liebe und Gerechtigkeit.
ReichsdeputationshauptschlussReichsdeputationshauptschluss: Beschluss einer "Reichsdeputation" (aus 8 deutschen Fürstentümern) von 1803, wonach alle weltlichen Fürsten, die durch die Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich dort Gebiete verloren hatten, durch geistliche Fürstentümer recht des Rheins zu entschädigen seien.
ReichskircheReichskirche: Kirche, die rechtlich und tatsächlich unter dem Schutz und der Hoheit eines staatlichen Herrschers (z.B. des Kaisers) steht (dem dann auch geistliche Würde zugeschrieben wird) und in dessen staatliche Ordnung eingegliedert ist.
ReinkarnationReinkarnation --> Seelenwanderung.
RekonziliationRekonziliation: 1. Aussöhnung; 2. Wiederaufnahme eines Ausgeschlossenen in die katholische Kirche; 3. neue Weihe einer katholischen Kirche, die entweiht wurde.
RelativismusRelativismus (lat.): philosophisch-erkenntnistheoretische Lehre, nach der nur die Beziehungen der Dinge zueinander, aber nicht die Dinge selbst erkennbar sind und jede Erkenntnis nur relativ (aus der Perspektive des Erkennenden) und nicht allgemein gültig sein kann.
Religion Religion (lat. religio; von religare "verbinden" (mit Gott)): Verehrung Gottes, Bekenntnis des Glaubens in Wort und Tat; (innerliche) Frömmigkeit.
ReligionskritikReligionskritik: zeigt sich (besonders seit der Epoche der Aufklärung) in der philosophischen, naturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Ablehnung bzw. mindestens Anzweiflung religiöser Grunddogmen. Darum ist ein ständiger (selbst-)kritischer Austausch zwischen Naturwissenschaft, Philosophie, Sozialwissenschaft und Theologie sinnvoll.
ReligionspädagogikReligionspädagogik: 1. Anfang des 20. Jh. entstandenes Teilgebiet der praktischen katholischen Theologie; 2. religiöse Unterweisung; umfasst Religionsunterricht, Katechetik, in der ev. Kirche: Gemeindepädagogik.
ReligionsphilosophieReligionsphilosophie: durch Kant begründetes Teilgebiet der Philosophie; ausschließlich wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ursprung und Wesen der Religion, ihrem erkenntnistheoretischen Ursprung, ihrem Wahrheitsgehalt und mit ihrer Begründung; setzt mit dem Versuch der Aufklärung ein, die Religion rational zu begründen.
ReligionssoziologieReligionssoziologie: Teilgebiet der Religionswissenschaft, in dem die sozialen Gesichtspunkte der Religion auf den Gebieten der religiösen Einrichtungen und der Wechselbeziehungen zwischen Religion und Gesellschaft untersucht werden.
ReligionswissenschaftReligionswissenschaft: Wissenschaft, die sich auf historischer, philosophischer, psychologischer oder soziologischer Ebene mit den verschiedenen Ausprägungen von Religion befasst. Ziel ist die systematische empirische Erforschung aller Religionen und religiösen Phänomene. Die Religionswissenschaft hat ihren Ursprung in der Aufklärung des 18. Jh. Sie arbeitet eng mit Theologie, Soziologie und Völkerkunde zusammen.
ReliquieReliquie (lat. reliquiae "Überreste"): Gebeine oder (seit dem Mittelalter auch) Gebrauchsgegenstände der Heiligen, die Gegenstand der religiösen Verehrung sind.
RenaissanceRenaissance (franz. "Wiedergeburt"): 1. Wiederaufleben einer früheren (Frömmigkeits-)Praxis; 2. Stil bzw. kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit; sie ging von Italien aus und erneuerte Werte und Formen der griechisch-römischen Antike in Literatur, Philosophie, Wissenschaft und bes. in Kunst und Architektur.
RequiemRequiem (lat. requies "Ruhe") Begriff für die kath. Totenmesse; leitet sich von dem Eingangsgesang "Requiem aeternam dona eis, Domine" (Ewige Ruhe gib ihnen, Herr) ab.
RezeptionRezeption (lat.): Aufnahme, Übernahme von Gedanken- und Kulturgut; Aneignung.
RhetorikRhetorik (griech.-lat.): Wissenschaft von der wirkungsvollen Gestaltung öffentlicher Reden; Redekunst.
RigorismusRigorismus (lat.): übertriebene Härte, Strenge, Rücksichtslosigkeit; Handeln bzw. (v. a. moralischen) Werten von Handlungen nach festen Normen mit harter Sanktionierung selbst geringfügiger Abweichungen.
RitualRitual (lat.): Ordnung für gottesdienstliches Brauchtum, religiöser Brauch (Vollzug in Worten, Gesten und Handlungen); das Vorgehen nach festgelegter Ordnung; Rituale: die Bücher, die diese Riten enthalten.
RitusRitus (lat.; Plur. Riten): 1. religiöser (Fest)brauch in Worten, Gesten und Handlungen, 2. das Vorgehen nach festgelegter (liturgischer)Ordnung.
röm.-kath.röm.-kath.: römisch-katholisch
RomantikRomantik (lat.-vulgärlat.-franz.-engl.): Epoche des europäischen, bes. des deutschen Geisteslebens, der Literatur und der Kunst vom Ende des 18. bis zur Mitte (in der Musik bis zum Ende) des 19. Jh.; zeichnet sich z.B. durch die Betonung der Gefühlskräfte aus.


Alle | | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Y | Z